Klinik für Palliativmedizin

Auf der Palliativstation der Mannheimer Universitätsmedizin werden schwerpunktmäßig Patienten mit Blut- und Tumorerkrankungen betreut. Die Tumorpatienten können ambulant, teilstationär (im Tagestherapiezentrum, Haus 9) oder vollstationär behandelt werden. Die Palliativstation arbeitet eng mit den übrigen Fachabteilungen des Klinikums zusammen, insbesondere mit der Schmerzambulanz, der Radiologie, der Strahlentherapie und der Chirurgie. Damit ist das gesamte Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten abgedeckt.

 

Ziele der Palliativstation

Die Palliativstation steht Patienten mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen zur Verfügung. Das Hauptanliegen der palliativen Therapie ist die Linderung belastender Beschwerden wie Schmerzen, Ernährungsprobleme, Atemnot und Ängste. Eine Chemo-, Strahlen- oder chirurgische Therapie ist unter palliativen Gesichtspunkten möglich, wenn sie zur Verbesserung der Lebensqualität führt. Die Palliativmedizin bejaht das Leben und sieht das Sterben als einen Teil des Lebens, sie beschleunigt oder verzögert den Tod nicht. Im Gespräch mit den Kranken und deren Angehörigen wird ein

Therapieplan festgelegt. Im Mittelpunkt steht das Wohlbefinden des Patienten. Wir wollen den Betroffenen helfen, mit ihrer Krankheits- und Lebenssituation sowie mit den daraus resultierenden Belastungen umzugehen. Das gemeinsame Ziel palliativer Medizin und Pflege ist die Erhaltung einer bestmöglichen Lebensqualität. Die verbleibende Zeit soll gestaltet und bereichert werden, denn:

»Es geht nicht darum, dem Leben Tage zu geben, sondern den Tagen Leben.«

 

Das Team

Das Team der Palliativstation umfasst Ärztinnen und Ärzte, Krankenschwestern und Krankenpfleger, zwei Seelsorger, eine Psychologin, eine Sozialarbeiterin und eine Physiotherapeutin. Darüber hinaus sind ehrenamtliche Helfer sowie eine Musik- und eine Maltherapeutin in die Arbeit mit einbezogen. Wir bieten in Zusammenarbeit mit dem Brückenpflegeteam der Universitätsmedizin praktische Hilfe an, so etwa bei der Organisation der häuslichen Pflege und Versorgung.

Die Station

Die Palliativstation ist mit Ein- und Zweibettzimmern ausgestattet und verfügt über insgesamt 14 Betten. Außerdem gibt es zwei Wohnzimmer – eines davon mit Küchenzeile –, die von Angehörigen und Patienten genutzt werden können. Es gibt keine festgelegten Besuchszeiten, Besucher sind jederzeit willkommen. Auf Wunsch können Angehörige auch übernachten.

 

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Palliativmedizinische Akademie Mannheim

Die Akademie bietet palliativmedizinische Kurse für Ärzte und Kurse für Pflegekräfte nach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und der Bundesärztekammer an.

Die Kurse für Ärzte sind bei der Landesärztekammer Baden-Württemberg zertifiziert und erfüllen die Voraussetzungen zum Erwerb der Zusatzweiterbildung "Palliativmedizin".

Die Kurse für Pflegekräfte sind bei der DGP über die Akademie für Palliativmedizin am Malteserkrankenhaus Bonn zertifiziert.

Darüber hinaus ist ein  Trauer-Café gegründet worden, das Angehörigen von verstorbenen Patienten eine Hilfestellung bei der Trauerbewältigung bieten soll. Die Teilnahme am Trauer-Café ist kostenfrei. Das Trauer-Café wird von der  Heinrich Vetter-Stiftung und der  Fuchs Petrolub AG finanziell unterstützt.

 Palliativmedizinischen Akademie Mannheim

Forschung

Der palliativmedizinische Forschungsschwerpunkt ist klinisch begründet und umfasst Untersuchungen zum klinischen Verlauf und zu Prognosefaktoren von Patienten mit malignen Erkrankungen, die stationär palliativmedizinisch behandelt werden. In den letzten Jahren wurden drei retrospektive Untersuchungen zu dieser Thematik  publiziert:
 
Characteristics, treatment and prognostic factors of patients with gynaecological malignancies treated in a palliative care unit at a university hospital.
Aeckerle S, Moor M, Pilz LR, Gencer D, Hofheinz RD, Hofmann WK, Buchheidt D.
Onkologie. 2013;36(11):642-8.
 
Patients with malignant hematological disorders treated on a palliative care unit: prognostic impact of clinical factors.
Kripp M, Willer A, Schmidt C, Pilz LR, Gencer D, Buchheidt D, Hochhaus A, Hofmann WK, Hofheinz RD.
Ann Hematol. 2013 Aug 8. [Epub ahead of print]
 
Presentation, treatment, and analysis of prognostic factors of terminally ill patients with gastrointestinal tumors.
Gencer D, Kästle-Larralde N, Pilz LR, Weiss A, Buchheidt D, Hochhaus A, Hofheinz RD.
Onkologie. 2009 Jul;32(7):380-386

Lehre

Im Rahmen des Modellstudiengangs MaReCmM (Mannheimer Reformiertes Curriculum Medizin) der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg wurde der Querschnittsbereich 13 (Palliativmedizin) in das Moduls "Klinische Onkologie/Palliativmedizin"  integriert. Hier wird in Seminaren theoretisches Wissen vermittelt, aber auch in Form von Unterricht am Krankenbett klinisch-praktisch gelehrt. Die vermittelten Inhalte entsprechen den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin. Eine Klausur schließt den "Teilschein Palliativmedizin"  ab.

Kontakt

Palliativstation
3. Medizinische Klinik
Universitätsmedizin Mannheim
Theodor-Kutzer-Ufer 1-3
D-68167 Mannheim

 0621/383 – 41 25
0621/383 – 42 46 

Ärztliche Leitung:

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